Frequently asked questions zur Umgehung

 

Flurbereinigung/Flurneuordnung: Das Verfahren einer Flurneuordnung ist aufwändig und benötigt ggf. einen längeren Zeitraum. Es schafft die Möglichkeit, Flächen zusammenzulegen und ermöglicht der heutigen Landwirtschaft mit wenigen Landwirten und großen Maschinen effektiv zu arbeiten. Falls gewünscht können Feldwege zurückgebaut werden und damit zusätzliche freie Flächen zur Verfügung gestellt werden. Diese Flächen sind bereits im Eigentum der Stadt und brauchen nicht erworben, können aber zum Tausch genutzt werden. Ein Rückbau von Feldwegen kommt auch den immer größeren landwirtschaftlichen Maschinen entgegen, denen manche Flächen heute schon zu klein und nicht mehr rentabel genug sind.

Landwirtschaftlicher Verkehr im Ort: Aktuell müssen die Landwirte mit ihren großen Maschinen immer durch den Ort fahren. Dabei verlieren sie Zeit und werden z. B. durch entgegenkommende LKW in den Kurven behindert. Oder sie werden überholt, dabei entstehen oft gefährliche Situationen für die Fußgänger auf den Gehwegen und für die Landwirte, die mit einer Umgehungsstraße vermieden werden können. Mit einer Umgehungsstraße mit der vorgeschriebenen Breite ermöglicht gefahrfreies aneinander vorbei fahren. Zudem werden etliche landwirtschaftliche Fahrten durch den Ort nicht mehr stattfinden, da es bequemer und vor allem schneller auf der Umgehungsstraße sein wird.

Enteignung: Wenn die benötigten Flächen nicht erworben werden können und eine Flurneuordnung nicht alle benötigten Flächen zur Verfügung stellen kann, so bleibt das Mittel der Enteignung, das aber tunlichst vermieden werden sollte.

Flächenverbrauch: Eine Umgehungsstraße für Meckenhausen/Sindersdorf wird zwischen 8 und 9 ha landwirtschaftlich genutztes Land und Feldwege benötigen. Ein Teil kann auf vorhandenen Wegen erfolgen, so dass nicht die ganze Fläche der Natur und Landwirtschaft entzogen wird. Beiderseits der Umgehungsstraße entstehen naturnahe Grünflächen, so dass etliche der ca. 9 ha gar nicht versiegelt werden. Bei sämtlichen Baumaßnahmen werden Flächen verbraucht, bei Hausbau, Gewerbegebietserweiterungen Photovoltaikanlagen, Radwegebau usw. redet keiner darüber.
Es ist richtig, bei den Umgehungsvarianten wird auch guter landwirtschaftlicher Boden versiegelt und steht der Lebensmittelerzeugung nicht mehr zur Verfügung.

Kosten sind zu hoch: Umgehungsstraßen, die von Gemeinden und Städten vorfinanziert und gebaut werden, kosten Geld. Und dennoch finden sich in unserer näheren Umgebung viele Beispiele, in denen diese Umgehungen große Vorteile für den umfahrenden Verkehrsteilnehmer und die ehemals vom Lärm geplagten Anwohner brachten. Es handelt sich also um eine sogenannte „Win–Win-Situation“ für alle Beteiligten. Zudem würden die Kosten für die Umgehung über viele Jahre verteilt anfallen, so dass diese vom Stadthaushalt aufgebracht werden können.

Beispiele, die viele täglich von uns nutzen, sind die Umgehungen von:

-       Jahrsdorf

-       Allersberg

-       Sulzkirchen

-       Freystadt

-   Rohr (in der Umsetzung)

-       usw.

Stellen Sie sich vor, Sie müssten wieder durch all diese Ortschaften fahren, um ihre Arbeitsstätte zu erreichen. Wie viel länger würden Sie brauchen und damit an freier Zeit für Familie und Hobby verlieren?

Nach dem Bau der Umgehungsstraße von Meckenhausen/Sindersdorf kann ggf. Ihr Weg zur Arbeit, Freunden oder zu Geschäften auch noch schneller werden, auch wenn Sie nicht in diesen Ortschaften wohnen.

Wenn also wie oft behauptet Umgehungsstraßen keinen Vorteil bringen und nur Geld kosten, warum wurden dann in unserer unmittelbaren Umgebung so viele davon schon gebaut?

Eingriff in die Natur: Lt. Studie wurden keine bedrohten Pflanzen und Tiere oder Biotope auf beiden Trassenvarianten registriert. Dies ist durch detaillierte Studien noch zu untermauern. Allerdings lassen die intensivgenutzten Äcker und Wiesen auch keine schützenswerten Biotope entstehen. Im Gegenteil entlang der Umgehungsstraße könnten zukünftig kleine Biotope beim Sammeln des Oberflächenwassers auf der Umgehungsstraße entstehen.

Neuer Lärm für heute ruhige Wohnbereiche: vorausgesetzt die Stadträte wählen die jeweils entfernteste Trassenführung, dann ist die Umgehung nur an wenigen Stellen vom Ort aus einsehbar und damit auch Lärm emmitierend. Dies betrifft im Fall der Nordumgehung den Nordwesten (Bezirk F) und Westen (Bezirk C) von Meckenhausen. Durch den vorherrschenden Westwind ergäbe sich eine weitere Belastung zum vorhandenen Lärm der Autobahn. Bezogen auf die Südvariante gibt es den Abschnitt von der Kanalbrücke bis zum Hardbuck (Bezirk M) und weiter im Süden von Sindersdorf. Bezogen auf den Bezirk M wird sich der Lärm gegenüber heute nicht wesentlich verändern, da die heutige Entfernung zur Hauptstraße die gleiche Entfernung ist wie die Entfernung zur neu geplanten Trasse im Osten. Die Teile des Bezirkes M, die heute näher an der Hauptstraße liegen werden lärmmäßig entlastet und die entfernt liegenden Teile in der Nähe des Hardbucks werden auf dem derzeitigen Stand des Lärmpegels verharren. Durch geeignete Lärmschutzmaßnahmen entlang des Trassenabschnitts von der Kanalbrücke bis zum Hardbuck können auch diesen Hausbesitzer von der Umgehung profitieren.

Zukünftige Pflege der Ortsstraßen: Wenn Staatsstraßen aus dem Ort heraus und auf eine Umgehung gelegt werden, bleibt der Stadt die zukünftige Pflege der Ortsstraßen vorbehalten. In Meckenhausen würde das folgende Straßenabschnitte betreffen:

-       Von Sindersdorf bis Meckenhausen und weiter bis zur „Schmied-Kurve“.

-       Von der Kanalbrücke nach Michelbach bis Meckenhausen und weiter bis zur Kurve beim Ramsauer.

Der Straßenabschnitt von der „Schmid-Kurve“ bis zur Kurve beim Ramsauer ist zugleich eine Kreisstraße, deren Pflege dem Landkreis obliegt.
Zudem übergibt der Staat solche Straßen immer in gutem Zustand, so dass diese Strecken viele Jahre ohne Pflege und damit zusätzlichen Kosten auskommen.

Verringerung der Jagdfläche: diese Aussage stimmt, es werden 8 bis 9 ha weniger landwirtschaftlich genutztes Land und Feldwege zur Verfügung stehen. Abhängig von der später gewählten Trassenvariante (Nord- oder Südumfahrung) sind die sichtbaren Tiere mehr oder weniger betroffen. So halten sich auf der Nordtrasse häufig kleine Rudel von Rehen auf. Dabei ist nicht auszuschließen, dass auch Rehe zum Opfer der Nordumgehung werden könnten. Der Hasenbestand auf den geplanten Flächen ist vernachlässigbar, ebenso des anderen jagdbaren Wildes.

Wildverbiss bei Umgehungsbau: In der Nähe der geplanten Südumgehung befinden sich keine Wälder, die stark von Rehen frequentiert werden, so dass dort kein nennenswerter Wildverbiss zu erwarten ist. Entlang dr Nordtrasse sieht man sehr häufig kleinere Gruppen von Rehen und in der Nähe der Trasse ist der Meckenhausener Wald. Im Zeitraum eines Baues werden sich diese Rehe vermehrt in den Wald zurückziehen. Die größeren Flächen mit gepflanzen Nachwuchsbäumen sind allesamt eingezäunt und deshalb für die Rehe unerreichbar. Außerhalb der Zäune kann man einen leicht erhöhten Wildverbiss an natürlich aufgegangenen Waldbäumchen erwarten. Dies wird sich nach Abschluss der Bauarbeiten wieder normalisieren. Dies verdeutlichen die Rehe, die morgens direkt entlang der Autobahn grasen.

Projektdauer: Wenn der Bürgerentscheid Erfolg hat, beginnt ein Prozess, der bis zur Nutzung der Umgehungsstraße mehrere Jahre dauern kann. Ein wesentlicher Einflußfaktor ist die Möglichkeit, das benötigte Land entlang der geplanten Trasse zu erwerben. Falls nötig muss eine Flurneuordnung/Flurbereinigung die Freiflächen für die Umgehung schaffen. Auch hierbei dauert ein solches Verfahren einige Zeit.

Archäologische Denkmäler im Boden: Dabei handelt es sich im Osten von Meckenhausen um Siedungsreste aus der Urnenfelder- und Keltenzeit. Werden solche Flächen von der Straße berührt, müssen diese ausgegraben werden, sofern durch den Bau die Denkmäler beschädigt würden. Abhängig von der Größe der betroffenen Fläche kann die nötige Ausgrabung schon zu finanziellen Mehrkosten und zeitlichen Verschiebungen führen.

Bürgerbeteiligung an den weiteren Planungen: es liegt ausschließlich an Ihnen, das Bürgerbegehren zu unterstützen und so den Willen der Bürger zu dokumentieren und den Stadtrat damit aufzufordern, die Bürgerwünsche bei allen weiteren Schritten zu berücksichtigen.

Wie sieht die Unterschriftenliste aus: im Folgenden finden Sie ein Bild der Unterschriftenliste. Aufgrund vorgeschriebener Passagen verbleibt leider nur wenig Platz für die Unterschriften selbst. Dies gleicht man durch entsprechend viele Listen wieder aus.

Bild der Liste (zum Öffnen, klicken Sie auf diesen Text/Zeile)

Bei der jeweiligen Unterschriftenzeile befindet sich auch ein Feld mit dem Geburtsdatum. Dieses Datum muss nur dann ausgefüllt werden, wenn es Wahlberechtigte mit dem gleichen Namen im gleichen Haus gibt. Ist man von der Verwaltung eindeutig ohne Geburtsdatum identifizierbar, dann kann das Geburtsdatum weggelassen werden.

In der Letzten Spalte "Bem. Behörde" darf kein Eintrag erfolgen, diese Spalte dient der Stadtverwaltung zum Kennzeichnen, ob die Unterschreibende auch wahlberechtigt zum Bürgerentscheid wäre. 

Gibt es eine Infoveranstaltung in Meckenhausen: In Meckenhausen gab es bereits im März eine Infoveranstaltung. Vor Beginn der Unterschriftensammung Anfang 06/2015 wird es in Meckenhausen keine weitere Infoveranstaltung mehr geben. Am 16.06.2015 wird in Hilpoltstein (Details siehe Menüpunkt "Termine") eine Infoveranstaltung durchgeführt. Auch Meckenhausen wird sich dort präsentieren.

Die nächste Invoveranstaltung in Meckenhausen und den umgebenden Orten wird kurz vor der Wahl (Bürgerentscheid "Pro Umgehung Meckenhausen" stattfinden.