Hauptmenü

Verabschiedung von Lehrer Rudi Fischl & Pfarrer Roland Seger

 

Am vergangenen Freitag gab es in der Grundschule Meckenhausen nicht nur Zwischenzeugnisse. Bei einer Feierstunde in der Aula der Grundschule wurde das Lehrerurgestein Rudi Fischl nach 45 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet. Einen Großteil seines Berufslebens verbrachte der hoch geschätzte Pädagoge an der Schule in Meckenhausen. Außerdem hieß es an diesem Tag für Schüler und Lehrerkollegium Abschied nehmen von Pfarrer Roland Seger, der seit fast 10 Jahren an der Grundschule unterrichtete und zum 1. Februar in die Pfarrei Woffenbach gewechselt ist. Viele gute Wünsche gab es für den weiteren Lebensweg der beliebten Lehrkräfte. Mit den beiden hat Schulleiterin Ulrike Fahrenschon nun die letzten männlichen Lehrkräfte der Grundschule verabschiedet. Als Ehrengäste begrüßen konnte Fahrenschon den 3. Bürgermeister Josef Lerzer als Vertreter der Stadt Hilpoltstein, Regine Klein, die Konrektorin der Mittelschule in Hilpoltstein, außerdem Andrea Schmidt und Marina Hämmerling vom Elternbeirat der Grundschule.

Eine fröhliche Feier sollte es werden, wie Fahrenschon ausführte, deshalb hatten Lehrer und Schüler ein buntes Programm vorbereitet, das die zweistündige Feier in der Aula wie im Flug vergehen ließ. Mächtig ins Zeug legten sich alle Schüler als am Anfang der Meckenhausener Schulsong erklang. Verse wie „… in Meckenhausen macht der Unterricht noch Spaß“ und „Komm mach mit – erst gemeinsam wird es gut“ sangen alle Kinder begeistert mit. Der heitere Text hierfür stammt aus der Feder von Rudi Fischl. Das Lehrerkollegium überraschte Fischl und Seger im Anschluss daran mit einem kleinen Sketch. In ihrer lustigen Darbietung warfen sie die Fragen auf, wer denn nun im Lehrerzimmer Witze erzählt oder den Fußball-Landkreispokal der Grundschulen nach Meckenhausen holt und stellten fest, dass Rudi Fischl in seiner langen Zeit an der Schule halb Meckenhausen das Rechnen beigebracht hat, Pfarrer Seger trotz seines kurzen Schulwegs immer erst kurz vor dem Gong gekommen ist und von nun an kein einziger Mann mehr im Lehrerzimmer ist. Dafür ernteten sie viele Lacher und schlossen mit guten Wünschen und baten „vergesst´s uns net!“.

Für Pfarrer Seger gaben die aktuellen und ehemaligen Kommunionkinder sein Lieblingslied „Singt Gott, jubelt ihm“ zum Besten. Weiter ging es mit einem musikalischen Quiz: Fischl und Seger mussten Musikstücke erraten, die Schüler auf ihren Instrumenten kurz anspielten. Natürlich durften auch Rudi Fischls Anekdoten zwischendurch nicht fehlen. Er sei „der schönste Opa von Europa“, wie er einem Schüler erklärte, der nach seiner Familie fragte und berichtete von Zeiten, als er 40 Schüler in einer 7. Klasse unterrichtete. Beim nächsten Quiz waren die Schüler an der Reihe: Sie durften raten, um wen es geht, als beispielsweise gefragt wurde, wer denn in seiner Zeit in Meckenhausen mehr graue Haare bekommen habe und dazu das passende Foto hochhalten.

In ihren Abschiedsworten stellte Rektorin Ulrike Fahrenschon heraus, dass Rudi Fischl nie viel Aufhebens um seine Person machte und viel im Hintergrund wirkte, aber er bei dieser Feierstunde gemeinsam mit Pfarrer Seger im Mittelpunkt stehen soll. 45 Dienstjahre als Lehrer kann Fischl vorweisen, die meiste Zeit davon verbrachte er an der Schule in Meckenhausen. Zahlreiche Schulleiter sah er dort kommen und gehen. „Er war Lehrer mit Leib und Seele und gab vielen Schülern das Rüstzeug für ihr weiteres Leben“, betonte Fahrenschon. „Er unterrichtete Generationen von Schülern in fast allen Fächern, vermittelte ihnen soziale Kompetenzen, aber auch Spiel, Fest und Feiern hatten bei ihm einen hohen Stellenwert.“ Diese Ära geht nun in Meckenhausen leider zu Ende, bedauerte Fahrenschon. Die Grundschule Meckenhausen wird ihren "Hauspoeten" vermissen, der viele Schulfeiern mit seinen pfiffigen Mundartgedichten bereichert hatte.

Bei Pfarrer Seger bedankte sich Fahrenschon, dass er den Schülern der 3. Klassen jahrelang die frohe Botschaft nahe gebracht hat. Die Kinder haben in dieser Zeit viel gelernt, erfahren und für´s weitere Leben mitgenommen, bekräftigte die Schulleiterin. Neuen Ideen war Seger immer aufgeschlossen. Auch an ihn gingen Fahrenschons gute Wünsche für die Zukunft.

Für den Elternbeirat sprach Andrea Schmidt. Fischl sei Vaterfigur bei den Schülern gewesen, habe seine Schützlinge ernst genommen und werde vor allem bei den Jungs sehr fehlen. Ihr Dank galt auch Pfarrer Roland Seger für die gute Kommunionvorbereitung in all den Jahren. Dankesworte richteten auch Josef Lerzer, als Vertreter der Stadt Hilpoltstein und Regine Klein von der Mittelschule in Hilpoltstein an Fischl und Seger und übergaben kleine Abschiedspräsente.