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Vom Ei zum Küken - 13 Küken im Kindergarten geschlüpft

 

Tierischen Zuwachs gab es in unserer Kindertagesstätte. Manuel, Juliane und Laura gehen ganz behutsam mit ihrem Nachwuchs um. Die 13 Küken haben sich schon an die Kinder und ihre Ziehmütter Inge Nuber und Margit Schreiber gewöhnt: Wenn nur mit dem Zeigefinger an die Holzbox geklopft wird, kommen die kleinen Schützlinge angehüpft. "Doch sie sind sehr schnell müde", sagt Manuel. Die Aktion soll den Kindern genau zu zeigen, was aus einem Ei entsteht, wie sich der Embryo im Inneren entwickelt und wie daraus ein Küken wächst. Die Idee selbst spukte den Verantwortlichen in der Kindertagesstätte schon seit längerer Zeit durch den Kopf. Das aktuelle Kindergartenjahr steht ganz im Zeichen der Natur, so dass das Angebot von Hobbygeflügelzüchter Helmut Sturm aus Meckenhausen gerne angenommen wurde. Vor etwa vier Wochen brachte Sturm schließlich über 30 Eier von verschiedenen Hühnerrassen in die Kita. Der Hobbygeflügelzüchter stand dem Kindergarten-Team jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und stellte das erforderliche Equipment, wie Brutautomat und Wärmelampe zur Verfügung.

"Leider waren ein paar Eier unbefruchtet. Andere Küken entwickelten sich nicht weiter", berichtete die Leiterin der Einrichtung, Christine Deyerler.

Pünktlich nach 21 Tagen Brutzeit ist Anton, das erste Küken, geschlüpft und die Kinder konnten live miterleben, wie der Kleine ein Loch in die Schale pickte und dann auch den anderen behilflich war, sich aus der Schale zu befreien. "Es sind ganz viele mit einem gelben Fell dabei. Ein paar andere sind hell und dunkel gefleckt", berichtet die kleine Juliane begeistert. „Aber schon die Eier sahen unterschiedlich aus, erklärte „Kükenmutter“ Inge Nuber. Geschlüpft sind Küken der Rassen Sulmtaler, Italiener, Zwerg-Brahma und New Hampshire. Aktuell steht die Holzbox mit der Wärmelampe im Flurbereich der Kinderkrippe in einer geschützten ruhigen Nische. Die Kinder dürfen in kleinen Gruppen die Tiere besuchen, sie auf die Hand nehmen und mit gehackten Ei und Brennnesseln füttern.

21 Tage lang brütete der Brutkasten die Eier aus. Während dieser Zeit lernten die Kinder vieles über das Ei und das Huhn: Sie haben u. a. mit Eierschalen gebastelt, Experimente gemacht, Geschichten über Hühner gehört und Hühnerhalter in Meckenhausen besucht. Helmut Sturm stellte auch eine Schierlampe zur Verfügung. Mit dieser durchleuchteten die Kinder die Eier und konnten den Embryo im Inneren sehen. "Man erkannte die ersten Adern und die kleinen Füße", erinnern sich die Kinder. Doch für immer können die schnell heranwachsenden Küken – bei den ersten sind inzwischen schon Ansätze von Federn zu sehen - nicht bei den Kindern bleiben. In Kürze nehmen sie verschiedene Hühnerhalter mit auf ihren Hof. Und vielleicht legen diese Küken im nächsten Jahr selbst Eier. Diese können die Kinder dann in ihr Osternest legen.