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Wallfahrer der Pfarrgemeinde Meckenhausen-Weinsfeld wieder zurück aus Rom

  

Ostermontag, 28. März 2016 - Es ist soweit!

Gut gelaunt machten wir uns nach dem Gottesdienst im vollbesetzten Bus auf zu unserer Pilgerreise in Richtung Italien. Begleitet und geplant wurde die Pilgerfahrt vom „weltbesten“ Busfahrer Michael Weißmüller, dem „weltbesten“ Pfarrer Roland Seger und der „weltbesten Versorgungsmanagerin“ Lisa Hofbeck. Pfarrer Seger, der auch die geistliche Leitung inne hatte, fungierte auch über weite Strecken der Reise als römischer Stadtführer. Am ersten Tag unserer Reise ging es über München, Achenpass, Innsbruck und dann über den Brenner bis nach Calliano, südlich von Trient. Dort legte die Pilgergruppe eine Übernachtung ein und genoss nach dem Abendessen den Ausblick auf das Castel Beseno.

 

Dienstag, 29. März 2016 - Benvenuti a Roma!

Der nächste Tag war geprägt durch große Vorfreude auf die ewige Stadt: Frühmorgens ging die Fahrt weiter über Bologna und Florenz. Zügig und staufrei erreichten wir Rom. Nun konnten wir "Rom erobern", um unterwegs zu sein auf den Spuren unseres Glaubens! Vor Sankt Paul vor den Mauern sammelten wir zunächst erst einmal unsere „Flieger“ Maria und Monika ein. Wir dankten in der päpstlichen Basilika mit einem Gottesdienst für die glückliche Ankunft und durchschritten zum ersten Mal gemeinsam eine heilige Pforte. Errichtet wurde die Kirche, die eine der päpstlichen Basiliken in Rom ist, im vierten Jahrhundert. Sie soll das Grab des Apostels Paulus in sich bergen. Danach ging es weiter zum Hotel. Nach dem Beziehen der Zimmer waren alle recht hungrig und gingen gemeinsam zum Abendessen. Ein Teil der Gruppe erkundete am Abend schon die ersten Sehenswürdigkeiten der ewigen Stadt und machte Halt an der Spanischen Treppe, am Trevi-Brunnen und an der Piazza Navona.

 

Mittwoch, 30. März 2016 – Papstaudienz am Petersplatz

Der Mittwoch stand für Zehntausende von Rompilgern ganz im Zeichen der Papstaudienz. Das bedeutete auch für uns erst einmal am frühen Morgen Busfahrt und Fußmarsch in Richtung Petersplatz und dann geduldiges Einreihen in die lange Warteschlange vor den strengen Einlasskontrollen. Brautpaare, Kinder, viele Gruppen und Pilger aus aller Welt fanden sich zur Audienz ein, um den Segen von Papst Franziskus zu erhalten, aber auch um für persönliche Anliegen an diesem Ort zu beten. Kaiserwetter mit strahlendem Sonnenschein bei 25 Grad - niemand konnte sich einen schöneren Ort als den Petersplatz vorstellen. Die Begrüßung unserer Pfarrei ist uns leider entgangen - die ganz besondere Atmosphäre tat aber unseren Stimmung keinen Abbruch.

Kurze Zeit später begann das Papamobil mit Papst Franziskus seine Runden zu drehen und die Pilger empfingen ihn mit frenetischem Jubel. Immer wieder hielt das Fahrzeug an, damit der Heilige Vater Gläubige und viele Kinder persönlich segnen konnte.

In seiner Ansprache betonte Papst Franziskus "der Herr ist größer als unsere Sünde. Vergeben heißt für Gott, uns die Gewissheit zu schenken, dass er uns nie verlässt". Das von Papst Franziskus ausgerufene Jahr der Barmherzigkeit war auch der Anlass für unsere Fahrt nach Rom, um die Liebe und Gerechtigkeit Gottes besonders zu feiern. Im Verlauf der Generalaudienz wurde außerdem noch eine große Pilgergruppe aus der Nachbardiözese Regensburg mit ihrem Bischof Dr. Rudolf Voderholzer von Papst Franziskus persönlich begrüßt. Eine Bläsergruppe umrahmte die Feierstunde musikalisch. Erfreut vernahmen wir zum Ende hin die Klänge der Bayern-Hymne. Mit dem apostolischen Segen und dem Segenswunsch "Der Friede des Auferstandenen begleite euch allezeit " endete die Feier. Ein kurzer Fußmarsch führte uns zur Santi Celso e Giuliano, der Taufkirche von Papst Pius XII. Dort feierte unsere Gruppe gemeinsam einen Gottesdienst.

Zu einem Besuch von Rom gehört auch ein Ausflug ins Umland. Castel Gandolfo, der Sommersitz der Päpste, wurde von uns besucht. Von hier aus hatte man eine wundervolle Aussicht auf den Albaner See und die umliegenden Albaner Berge. Auch der Weinort Frascati stand an diesem Tag noch auf dem Programm, der durch eine gemütliche Einkehr in einer typischen Cantina mit leckerem Essen und Frascati-Wein gekrönt wurde. Anschließend fuhr uns Michael durchs nächtliche Rom der Lichter. Vorbei ging es an den antiken Stätten von Rom. Kolosseum, Forum Romanum, Circus Maximus usw. ließen erahnen, welche Macht hier vor 2000 Jahren regierte. In gemütlicher Runde ließ man den Abend im Hotel ausklingen.

 

Donnerstag, 31. März 2016 – Stadtführung und Katakomben

Gleich frühmorgens nach dem Frühstück brachen wir wieder auf, um in der Basilika Santa Maria Maggiore den Gottesdienst zu begehen. Der chaotische Verkehr in Rom machte uns hier zunächst einen Strich durch die Rechnung – wir kamen zu spät! Gott sei Dank konnten wir uns mit einer Pilgergruppe aus dem westfälischen Raum zusammen tun und etwas verspätet gemeinsam unseren Gottesdienst feiern.

Den Nachmittag verbrachten wir Pilger auf unterschiedliche Weise. Beim Großteil der Gruppe stand eine informative und interessante Stadtführung mit dem berühmten Trevi-Brunnen und der Piazza Navona – einem ehemals antiken Stadion - an. Dies ist heute ein wunderschöner Platz mit der Kirche S. Agnese in Agone und dem berühmten Brunnen. Vier kolossale männliche Figuren symbolisieren die größten Ströme der damals bekannten vier Kontinente. Straßenkünstler, Musiker und Cafés luden zum Verweilen ein. Auch die Spanische Treppe und das Pantheon wurden besichtigt. Einige aus unserer Gruppe erkundeten die Stadt auch auf eigene Faust.

Am Nachmittag trafen wir uns alle wieder beim Bus und wir fuhren zu den Katakomben „Santi Marcellino e Pietro“. Dieser große und an Wandmalereien reiche unterirdische Friedhof des antiken Rom ist über eine Treppe gut zu erreichen. Die in Fels gehauenen Gänge gehen labyrinthartig über mehrere Stockwerke und nehmen eine Fläche von ca. 18.000 qm ein. Darin befanden sich viele kleine Einzelgrabkammern oder Gruften für Familien. Auch die Märtyrer Marcellino und Pietro wurden dort bestattet. Unter Kaiser Diokletian fanden sie im Jahr 304 n. Chr. einen gewaltsamen Tod. Unsere Führerin Angela wusste unendlich viele Daten, Anekdoten und Zusammenhänge zu berichten. Pfarrer Seger übersetzte uns „Unwissenden“ alles perfekt ins Deutsche.

Am Abend wagte ein Teil unserer Gruppe zusammen mit Pfarrer Seger noch einen Ausflug in den alten Stadtteil Trastevere. Durch mittelalterliche Gassen spazierten wir durch dieses interessante Viertel und genossen die besondere Atmosphäre.

 

Freitag, 1. April 2016 – Lateran & Vatikan

Am Freitag nach dem Frühstück führte uns der Weg zum Lateran, dem römischen Bischofssitz. Seitdem wissen wir, dass die Bezeichnung „Petersdom“ eigentlich falsch ist, da die Lateranbasilika der Dom von Rom ist. Auch hier lief es mit dem vorgesehenen Gottesdienst etwas anders als geplant. Die Regensburger Pilger, samt Bischof, die uns schon am Mittwoch begegnet waren, hatten den Dom schon in Beschlag genommen, so dass wir uns dort dann dem feierlichen Gottesdienst mit Chor und Bläsergruppe anschlossen.

Weiter ging es Richtung Vatikan. Einige von uns wagten den Aufstieg auf die Kuppel von St. Peter und hatten von dort einen traumhaften Ausblick auf die ewige Stadt und ins Innere der Basilika. Andere besichtigten die vatikanischen Museen. Ein Highlight dort war sicherlich die Sixtinische Kapelle mit ihren berühmten Malereien. Die Zeit dort verging leider wie im Flug.

Um 17 Uhr war Treffpunkt in der Basilika St. Peter. Das Bauwerk, die vielen Kunstwerke und Skulpturen, die vielen Menschen, und die feierliche Aura hinterließen tiefen Eindruck bei uns. Pfarrer Seger entpuppte sich auch hier wieder als der perfekte Reiseleiter und erzählte uns viele interessante Dinge. Der eine oder andere von uns sprach am Grab von Johannes Paul II. ein Gebet und brachte seine Anliegen dar. Zusammen durchschritt unsere ganze Gruppe auch in dieser Kirche die heilige Pforte, die zum letzten Mal im Jahr 2000 geöffnet war.

 

Samstag, 2. April 2016 – Arrivederci Roma!

Mit vielen positiven Eindrücken neigte sich unsere Pilgerfahrt langsam dem Ende zu. Am Samstagmorgen starteten wir mit gepackten Koffern, um nach Verona umzusiedeln. Einen Zwischenstopp legten wir an der Autobahnkirche San Giovanni Battista in Florenz ein, um gemeinsam den Gottesdienst zu feiern. Beeindruckt hat uns hier die Wahnsinns-Akustik dieser modernen Kirche, die in den 60er Jahren erbaut wurde.

Ziel war an diesem Tag das Airporthotel am Flughafen Verona. Nach dem gemeinsamen Abendessen verbrachte man hier in großer gemütlicher Runde den letzten Abend.

 

Sonntag, 3. April 2016 – Welcome back – Meckenhausen/Weinsfeld wir kommen!

Nach dem Frühstück feierten wir in Villafranca zusammen mit italienischen Gläubigen und eigenen Ministranten einen italienischen Gottesdienst. Pfarrer Seger übersetzte uns die Predigt ins Deutsche. Für unseren Geschmack sangen die Italiener etwas wenig und so stimmten wir nach der Kommunion „Freu Dich erlöste Christenheit“ mit kräftigen Stimmen an. Dann starteten wir wieder in Richtung Heimat. Staufrei ging es los Richtung Norden. Einen letzten Stopp in Italien, bzw. Südtirol legten wir am Eingang des Pustertals ein, um ein letztes gemeinsames Picknick zu machen. Dann ging es zügig weiter Richtung Deutschland. Beim Kramerwirt in Irschenberg nahmen wir zusammen unser Abendessen ein, bevor es nach Hause ging. In Ingolstadt und Denkendorf verabschiedeten wir dann schon die ersten Wallfahrer, bevor unser Bus zuhause ankam.

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns nochmal bei allen Beteiligten für die sehr gute Organisation der Pilgerreise und unserem Fahrer Michael, dass er uns alle wohlbehalten wieder zurück gebracht hat.