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Der Fingerzeig am nächtlichen Firmament - Dreikönigsspiel in Meckenhausen

 

Zum mittlerweile vierten Mal fand am „Fest der Erscheinung des Herrn“, wie der 6. Januar kirchlich heißt, ein Dreikönigsspiel statt. Dieser vielerorts schon fast vergessene Brauch hat seine Wurzeln im Mittelalter, als die einfache Bevölkerung noch nicht des Lesens und Schreibens mächtig war. Damals zogen Priester im Gewand der heiligen drei Könige mit ihren Gaben in die Kirche und lasen den Gläubigen aus dem Evangelium vor. Daraus entstand der Brauch der Sternsinger. Sie ziehen noch heute mit Stern, Goldkrone und Weihrauch umher, singen Lieder und tragen ihre Sprüche vor.

Zahlreiche Besucher trotzten dem nasskalten Wetter und scharten sich am Dreikönigstag am Vorplatz der Raiffeisenbank um die „Heiligen drei Könige“ und den Sternträger, um die jedem bekannte Geschichte der drei Weisen aus dem Morgenland mitzuerleben. Das Geschehen ist alt und zeugt von der tiefen Frömmigkeit, die die Menschen früherer Zeit durch die Weihnachtsgeschichte erfüllte. Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Kulturen auf der Suche nach dem hellen Stern, um die Krippe zu finden. In einem langen, stimmungsvollen Zug mit Fackeln und Laternen folgten Könige und Besucher dem Stern bis zur lebenden Krippe an der Pfarrkirche. Nach dem Prolog und dem Evangelium traten die Könige an die Krippe heran um dem Jesuskind zu huldigen. Nach ihrer Ansprache übergaben sie ihre Gaben – Gold, Weihrauch und Myrrhe. Die Könige wurden von den Ministranten Lina Harrer, Lukas Harrer, Tobias Harrer und Bastian Wolfram dargestellt, die heilige Familie von Familie Winkler. Die Musikkapelle Meckenhausen sorgte mit traditionellen Weihnachtsliedern für einen feierlichen und würdigen musikalischen Rahmen. Monsignore Richard Distler und Pater Witold Szamburski bedankten sich bei allen Beteiligten und Helfern fürs Kommen, Mitwirken und Zuschauen. Für etwas „innere Wärme“ bei nasskaltem Winterwetter sorgte die Dorfjugend Meckenhausen, die Glühwein, Kinderpunsch und Lebkuchen anboten.