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Turm

Baugeschichte

Nach 1060 ist das erste greifbare Datum die Jahreszahl 1482, die der Kirchturm heute noch bei 2 Uhr zeigt. Möglich, dass der Turm in dieser Zeit bis zur Höhe der Jahreszahl reichte und später erhöht und mit einem Ziffernblatt ausgestattet wurde, der nun die Jahreszahl zur Hälfte verdeckt.

Im 17. Jahrhundert ist die Kirche in einem desolaten Zustand: im Dreißigjährigen Krieg stecken die (katholischen) kaiserlichen Truppen die Kirche ohne bekannten Grund in Brand. Das Feuer zerstört nicht nur das Langhaus samt Einrichtung, es zieht auch die Glocken in Mitleidenschaft. Die Kirche wird notdürftig gedeckt und bekommt gleichzeitig eine neue Eingangstür und eine Kanzel. Erst zwei Jahre nach dem Brand ist die Kirche wieder nutzbar. Mit dem Wiederherstellen des Dachstuhls und dem neu Eindecken sind die Reparaturarbeiten an der Kirche beendet. 1650 schließlich werden noch neue Glocken beschafft.

1713 gibt es erste Hinweise auf eine Orgel. In den Jahren 1710-1720 entsteht eine neue Kanzel, die heute nur mehr in Teilen vorhanden ist. Diese Kanzel muss bereits 1738 restauriert werden, da wegen eines heftigen Sturms der Turm auf die Kirche gestürzt war. Die großen Schäden werden zunächst notdürftig beseitigt. Mangels Dachziegel wird der Dachstuhl mit Brettern gedeckt. 1735 sind die Reparaturen am Bauwerk abgeschlossen. Im Jahr darauf erfolgt die künstlerische Bearbeitung der Decke durch Stuck und Bemalungen. 150 Jahre später werden die Bilder dem Zeitempfinden angepaßt und übermalt. 1950/51 lässt man die Übermalungen wieder abnehmen und die Originalbilder von 1736 wiederherstellen, wobei einige Details von der Übermalung erhalten geblieben sind. Das ist bei genauem Hinsehen gut zu erkennen.
Nach dem II. Vatikanischen Konzil wurde der Chorraum um einen Zelebrationsaltar ergänzt.