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Pfarrkirche

Baugeschichte

Über den Bau der ersten Meckenhausener Pfarrkirche ist nichts bekannt.

Um 1060 finden wir die erste urkundliche Erwähnung des Ortes und zwar in Verbindung mit der Konsekration ebendieser Kirche durch Bischof Gundekar II. von Eichstätt. Die seelsorgliche Betreuung ging damals wohl von der Urpfarrei Sulzkirchen aus.

Spätere Zeugnisse zeigen die Kirche mit umgebender schützender Mauer und zwei Türmen. Einer von beiden ist wohl auch der Kirchturm der heutigen Pfarrkirche.

Alte Kirche

Nach 1060 ist das erste greifbare Datum die Jahreszahl 1482, die der Kirchturm heute noch bei 2 Uhr zeigt. Möglich, dass der Turm in dieser Zeit bis zur Höhe der Jahreszahl reichte und später erhöht und mit einem Ziffernblatt ausgestattet wurde, der nun die Jahreszahl zur Hälfte verdeckt.

Im 17. Jahrhundert ist die Kirche in einem desolaten Zustand: im Dreißigjährigen Krieg stecken die (katholischen) kaiserlichen Truppen die Kirche ohne bekannten Grund in Brand. Das Feuer zerstört nicht nur das Langhaus samt Einrichtung, es zieht auch die Glocken in Mitleidenschaft. Die Kirche wird notdürftig gedeckt und bekommt gleichzeitig eine neue Eingangstür und eine Kanzel. Erst zwei Jahre nach dem Brand ist die Kirche wieder nutzbar. Mit dem Wiederherstellen des Dachstuhls und dem neu Eindecken sind die Reparaturarbeiten an der Kirche beendet. 1650 schließlich werden noch neue Glocken beschafft.

1713 gibt es erste Hinweise auf eine Orgel. In den Jahren 1710-1720 entsteht eine neue Kanzel, die heute nur mehr in Teilen vorhanden ist. Diese Kanzel muss bereits 1738 restauriert werden, da wegen eines heftigen Sturms der Turm auf die Kirche gestürzt war. Die großen Schäden werden zunächst notdürftig beseitigt. Mangels Dachziegel wird der Dachstuhl mit Brettern gedeckt. 1735 sind die Reparaturen am Bauwerk abgeschlossen. Im Jahr darauf erfolgt die künstlerische Bearbeitung der Decke durch Stuck und Bemalungen. 150 Jahre später werden die Bilder dem Zeitempfinden angepaßt und übermalt. 1950/51 lässt man die Übermalungen wieder abnehmen und die Originalbilder von 1736 wiederherstellen, wobei einige Details von der Übermalung erhalten geblieben sind. Das ist bei genauem Hinsehen gut zu erkennen.
Nach dem II. Vatikanischen Konzil wurde der Chorraum um einen Zelebrationsaltar ergänzt.

Neue Kirche

In den Jahren 1974/76 wurde die Kirche erweitert, da der Platz nicht mehr ausreichte, den die alte Kirche bot.

Zwei Möglichkeiten schienen damals denkbar: Abbruch der alten Kirche und Neubau. Oder die alte Kirche stehen lassen und an anderer Stelle eine neue bauen.

Für den Architekten, so sagte er in seiner Einweihungsrede, sei von Anfang an klar gewesen, dass die alte Kirche als wesentlicher Bestandteil in jede neue Überlegung eingehen müsste, um einem “Gestaltverlust” vorzubeugen, der durch ein Flüchten ins scheinbar bessere Neue entstehe. So begannen im Spätherbst 1974 die Umbau- und Erweiterungsarbeiten.

Es wurde die Empore entfernt, die Bänke in der bestehenden Kirche um 180° gedreht, so dass die Gläubigen den Hochaltar nun im Rücken haben, und nach Norden hin wurde ein neues, modernes Bauteil angefügt. Im Schnittpunkt der beiden Achsen sollte die Altarinsel entstehen, was nicht ganz symmetrisch gelang. Am Markustag, dem 25. April 1976 konnte die neue Kirche geweiht werden.